RECLAIM AND REMEMBER — DAS KONZERT

GEÄNDERTER VERANSTALTUNGSORT – JETZT KARTÄUSERKIRCHE KÖLN

Das Konzert zur Möllner Rede im Kölner Exil mit

* Mal Eleve (Irie Revoltes, https://www.facebook.com/irierevoltes/?fref=ts)

* Chaoze One, https://www.facebook.com/Chaoze.One.Official

* Esrap, https://www.facebook.com/ESRAP.djreco

* Microphone Mafia, https://www.facebook.com/Tcamicrophonemafia

26.11.2016 | Kartäuserkirche Köln | 19h

Veranstalter*in: Initiative „Keupstraße ist überall“ & Kölner Tribunal-Forum, Freundeskreis im Gedenken an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992 in Kooperation mit AWO Bezirksverband Mittelrhein

Mehr Infos dazu findet ihr hier.

Reclaim and Remember: Die Möllner Rede im Kölner Exil

Am 23.11.1992 wurde im Schleswig-Holsteinischen Mölln das Haus der Familie Arslan von Neonazis mittels Molotov-Cocktails angezündet. Die 10-jährige Yeliz Arslan, die 14-jährige Ayşe Yilmaz und die 51-jährige Bahide Arslan starben in den Flammen. Weitere Familienmitglieder wurden teilweise schwer verletzt. In der gleichen Nacht hatten die Täter bereits einen weiteren Brandanschlag auf ein Haus, in dem Menschen türkischer Herkunft wohnten, verübt, neun von ihnen erlitten schwere Verletzungen.

Der rassistische Hintergrund der Tat war sofort offensichtlich, nicht zuletzt, weil die Täter mit Telefonanrufen bei der Feuerwehr auf die Brände aufmerksam machten und sich mit »Sieg Heil«-Rufen dazu bekannten. Dennoch geriet in den folgenden Ermittlungen erst einmal die betroffene Familie selbst in den Fokus und wurde mit Verdächtigungen konfrontiert. Ein Schema, dass in Fällen rassistischer Gewalt immer wieder zum Tragen kommt: die Opfer werden zu Tätern erklärt.

„RECLAIM AND REMEMBER. JETZT ERST RECHT“ – DIE MÖLLNER REDE IM KÖLNER EXIL

Auch das Gedenken an die Opfer und die Auseinandersetzung um die rassistischen Taten bleibt umkämpft. Im offiziellen Gedenken wird den Betroffenen oftmals die Rolle stiller Statist*innen zugewiesen. »Die Gedenkfeiern wurden 18 Jahre lang so gemacht, wie die Stadt Mölln das wollte, wir waren Figuren am Rand« berichtet Ibrahim Arslan, der den Anschlag als Siebenjähriger überlebt hat. »Es wurden Reden gehalten, am Ende ein Satz zu den Arslans. Danke, Applaus, auf Wiedersehen. Der Bürgermeister von Mölln lädt Politiker anderer Städte, in denen Anschläge waren, ein, aber nicht regelmäßig alle Opfer.«

Bestandteil der Gedenkveranstaltungen war seit 2009 immer auch die Möllner Rede, als kritische Bestandsaufnahme zum gesellschaftlichen Rassismus und Neofaschismus. Doch 2013 wurde die Möllner Rede aus den offiziellen Gedenkveranstaltungen gestrichen. Es passte der stets um ihren Ruf besorgten Stadt Mölln nicht in ihr Konzept, dass die Familie die Redner*innen selbst aussuchte. Seitdem lädt die Familie und der Freundeskreis im Gedenken an die rassistischen Brandanschläge in Mölln jährlich zur Möllner Rede im Exil ein.

In diesem Jahr wird die Möllner Rede in Köln gehalten. Auch Köln war in seiner jüngeren Geschichte mehrfach Tatort von rassistischen Anschlägen. So verübte allein der NSU zwei Bombenattentate, die MigrantInnen töten und in ihrem Umfeld Angst und Schrecken verbreiten sollten. Nur durch glückliche Zufälle wurde durch die Detonationen in der Probsteigasse im Jahr 2001 und in der bekannten Geschäftsmeile Keupstraße 2004 niemand getötet, aber zahlreiche Menschen zum Teil schwer verletzt. Es gibt ein Band, das die Opfer der Anschläge von Mölln und Köln verbindet. Sie eint nicht nur die Erfahrung, mit rassistischem Terror konfrontiert zu sein und als Opfer zum Täter erklärt worden zu sein, sondern auch die Erfahrung von Solidarität. Mitglieder der Familie Arslan waren oftmals in der Keupstraße zu Gast und haben hier den Opfern Mut zugesprochen. Sie haben sie darin bestärkt gemeinsam ihre Geschichte zu erzählen und Forderungen zu stellen. So ist die Familie Arslan ein Teil der Geschichte dieser Straße geworden, an dem heute Rassismus unüberhörbar angeklagt wird.

Die Möllner Rede findet in diesem Jahr zum sechsten Mal
statt und wird zum vierten Mal im Exil gelesen. Redner*innen der letzten Jahre waren unter anderem die Journalistin Beate Klarsfeld und Argyris Sfountouris, Überlebender des SS-Massakers im griechischen Distomo 1944.

Dieses Jahr wird die Rede von dem Schriftsteller und Menschenrechtler Doğan Akhanlı gelesen. In seinen Romanen und Aufsätzen, in Interviews und Projekten setzt Akhanlı sich immer wieder für den wahrhaftigen Umgang mit historischer Gewalt und für die Unteilbarkeit der Menschenrechte ein. Aktuell beschäftigt er sich u.a. mit der rassistischen Mord- und Anschlagserie des NSU.

20.11.2016 | Kartäuserkirche Köln | 16 Uhr

Veranstalter*in: Initiative „Keupstraße ist überall“ & Kölner Tribunal-Forum, Freundeskreis im Gedenken an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992 in Kooperation mit AWO Bezirksverband Mittelrhein

Mehr dazu findet ihr hier.

Und hier findet ihr den flyer_moellner_rede_im_exil_2016

Gesprächsabend: „Das Erkämpfen der Erinnerung ist ein Teil unseres Lebens“

Im Gespräch mit einem Betroffenen des NSU-Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße berichtet Ibrahim Arslan, Überlebender des Möllner Brandanschlags, warum das Gedenken immer wieder erkämpft werden muss und worin die Chance besteht, wenn die Opfer rassistischer Gewalt sich vernetzen.

Gäste: Ibrahim Arslan, Überlebender des rassistischen Brandanschlags von Mölln 1992; ein Betroffener des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße

8.11.2016 | NS-Dokumentationszentrum Köln | 19 Uhr

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Interventionsreihe „Migration, Rassismus und NSU-Komplex“.

Veranstalter*in: NS-Dokumentationszentrum Köln, Initiative „Keupstraße ist überall“ & Kölner Tribunal-Forum.

Mehr dazu findet ihr hier.

Gedenkort für Burak Bektaş

von der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş:

Für einen lebendigen Gedenk- und Lernort

Burak Bektaș wurde am 5. April 2012 auf offener Straße in Berlin-Neukölln von einem Unbekannten erschossen. Der Polizei ist es bislang nicht gelungen, den Fall aufzuklären.

Er stand gerade mit vier anderen Jugendlichen an der Rudower Straße, als sich der Täter der Gruppe näherte. Völlig unvermittelt und wortlos schoss er auf Burak und die anderen. Burak wurde tödlich getroffen, zwei seiner Freunde überlebten lebensgefährlich verletzt.

Bis heute bedeutet der schreckliche Mord für die Familie und Freund*innen Schmerz, Trauer und Wut. Bis heute gibt es laut den ermittelnden Berliner Behörden „keine Spur zum Täter“.

Die Familie von Burak kämpft seit der Tat für Aufklärung. Wir als Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş arbeiten seit Sommer 2012 daran, die Familie zu unterstützen, den ungeklärten Fall im öffentlichen Bewusstsein zu halten und die ermittelnden Behörden unter Druck zu setzen.

Wichtig ist uns dabei die enge Zusammenarbeit mit der Familie und den Freund*innen von Burak. Im Verlauf der Zusammenarbeit äußerte Melek Bektaș, Buraks Mutter, den Wunsch, einen Gedenkort für ihren Sohn zu schaffen.

Die Initiative hat die Idee aufgegriffen und will gemeinsam mit den betroffenen Überlebenden, den Angehörigen und Freund*innen einen sichtbaren und lebendigen Gedenkort schaffen, um die Erinnerung an Burak wachzuhalten.

Mehr Informationen dazu findet ihr hier.

Demonstration zum 4. Todestag von Burak Bektaş

Samstag 9. April 2016
14:00 Uhr
Berlin: Rudower Straße 51, gegenüber dem Krankenhaus Neukölln

Vor vier Jahren – am 5. April 2012 – wurde der 22-jährige Burak Bektaş auf offener Straße in Neukölln von einem Unbekannten erschossen und zwei seiner Freunde lebensgefährlich verletzt. Bis heute gibt es keine Ermittlungsergebnisse. Buraks Mörder hat den Tatort wortlos und ruhig verlassen. Genauso wie der Mörder des 31-jährigen Luke Holland, der am 20. September 2015 ebenfalls in Neukölln erschossen wurde. Bei seinem mutmaßlichen Mörder Rolf Z. wurden Nazi-Devotionalien beschlagnahmt. Eine rechte Motivation ist wahrscheinlich. Beide Morde könnten Taten des NSU nachahmen. Die Ermittlungen müssen auf diese Parallelen Antworten geben. Erleben wir in Berlin-Neukölln eine neue Form rechten/rassistischen Terrors?
WIR FORDERN AUFKLÄRUNG!

****** türkçe *****
Bundan dört yıl önce – 5 Nisan 2012 tarihin´de 22 yaşındaki Burak Bektaş Berlin’in Neukölln semtinde sokak ortasında kimliği belirlenemeyen bir kişi tarafından katledildi, yanındaki iki arkadaşı da ağır yaralandı. Katil zanlısı bügüne kadar tespit edilemedi. Burak´ın katili olay yerini sessiz ve sakince terk etti. Tıpkı 20 Eylül 2015 tarihinde de yine Neukölln´de öldürülen 31 yaşındaki Luke Holland’ın katilin yaptığı gibi. Bu cinayetin katil zanlısı olarak tutuklanan Rolf Z.´nin evlnde Nazi propoganda malzemeleri ele geçirildi. İki cinayette de aşırı sağcı bir motif olma olasılığı yüksek, hatta NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) cinayetlerinin bir devamı da olabilir. Bu yüzden soruşturmalar bu parallelliği dikkate almalıdır. Berlin-Neukölln´de aşırı sagcı/ırkçı terörün yeni bir yükselişi mi söz konusu?
AYDINLATILMASINI TALEP EDİYORUZ!

****** english *****
Four years ago on the 5th of April 2012, Neukölln resident Burak Bektaş (22) was shot and killed in the streets by an unknown perpetrator. Two of his friends were severely injured but survived the shooting. Burak’s murderer left the scene of the crime calmly, coldly and without a word. A similar shooting occurred in Neukölln on the 20th of September 2015. Here the victim was British citizen Luke Holland (31). The police found Nazi banners and posters in the apartment of the alleged killer Rolf Z., which points to a right-wing motivation behind the murder. Both murders show similarities to the 2000-2007 anti-immigrant murder series of the NSU (so called „National Socialist Underground“) – a white supremacist terrorist group. The police investigation has to look into these similarities. Are we witnessing a new form of right-wing/racist terror in Berlin-Neukölln?
WE DEMAND CLARIFICATION!

Zur Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş

Einladung – Davetiye: Gedenken an Halit Yozgat

Die Ermordung von Halit Yozgat jährt sich dieses Jahr zum 10. Mal. Er wurde am 6. April 2006 in Kassel erschossen. Unsere Solidarität und unser Mitgefühl gilt Familie Yozgat und ihren Freund*innen. Wir leiten die Einladung der Familie weiter:

Sehr geehrte Freunde und Freundinnen,
unser Sohn Halit wurde im Alter von 21 Jahren durch Kugeln von Nazis ermordet. 
Schweigt nicht. Vergesst nicht. Diese Sache ist unser aller Sache.
 Lasst uns an Halits Todestag treffen und dafür stehen: Wir wollen kein nächstes Opfer!

06.04.2016
15:30 Uhr
Halit-Platz in 34127 Kassel (gegenüber Philipp-Scheidemann-Haus)


Değerli Dostlar,
Oğlumuz Halit 21 yaşında Nazi kurșunlarıyla öldürüldü.
Susmayın. Unutmayın. Bu dava hepimizin davası. „Naziler bir daha insan öldürmesin“ demek için Halit’in ölüm yıl dönümünde buluşalım.

Tarih: 06.04.2016
Saat: 15:30
Yer: Halit-Platz, 34127 Kassel
(Philipp-Scheidemann-Haus’un karşısı)

Zur Initiative 6. April

Aufruf zum 4. Tag der Solidarität – Gedenken an die Opfer des NSU-Terrors

Vor zehn Jahren wurde Mehmet Kubaşık von der rassistischen Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund ermordet. Der NSU ist nach bisherigem Kenntnisstand für zehn Morde, zwei Anschläge in Köln und mehrere Banküberfälle verantwortlich.

Seit dem Auffliegen des NSU gibt es in den Medien eine starke Fokussierung auf drei der bisher bekannten Täter/innen. Es werden unzählige Reportagen über die Gruppe produziert – ein Interesse an den Opfern vermissen wir jedoch. Nicht die rassistische Terrorgruppe NSU, sondern deren Opfer und Angehörige gehören in den Vordergrund. Wir wollen aber nicht nur gedenken. Wir fordern auch politisches Handeln.

Nach den Mordanschlägen des NSU ermittelte die Polizei zunächst nur gegen die Familien und Angehörigen der Opfer. Sie vernachlässigte dabei systematisch die Suche nach rassistischen Tatmotiven und Täter/innen, obwohl diese für viele Hinterbliebenen offensichtlich waren. Es hätten weitere Morde verhindert werden können, wenn die Ermittlungsbehörden den Hinterbliebenen zugehört, anstatt auf rassistische Weise die migrantische Community kriminalisiert hätten. Wir fordern daher, dass institutioneller Rassismus, zum Beispiel in Form von Racial Profiling, bei Justiz, Polizei, und Gesellschaft als solcher benannt und konsequent bekämpft wird.

Eine weitere Konsequenz nach dem Auffliegen des NSU muss die Abschaffung des Verfassungsschutzes und seines V-Mann-Systems sein. Durch dieses System wurden und werden rechte, rassistische Strukturen wie der NSU aufgebaut, gefördert und gedeckt. Anstatt dieses System und seine mörderischen Konsequenzen zu hinterfragen, stehen dem Verfassungsschutz mittlerweile erweiterte Kompetenzen und finanzielle Mittel zur Verfügung. Wer wird durch diese Politik geschützt? Welche rassistischen Netzwerke werden noch durch staatliche Gelder gefördert?

Mit dem „Tag der Solidarität“ betonen wir, dass es sich nicht um ein Trio handelt, sondern der NSU vielmehr als weitreichendes Netzwerk verstanden werden muss. Schließlich ist die Frage “Wo bleiben die Konsequenzen?” ein Aufruf zu einem Gerichtsprozess, der tatsächlich aufarbeitet und aufklärt und in dem nicht nur die Tatbeteiligung eines kleinen Kreises verhandelt wird, sondern dieses gesamten Netzwerks. Wir unterstützen die Forderungen der Angehörigen nach umfassender Aufklärung und Gerechtigkeit.

Veranstaltungen
4.April 2016 um 17:30 Uhr
Demonstration und Kundgebung
•    Beginn der Demo: Mallinckrodtstr. 190, 44147 Dortmund
•    Kundgebung am Mahnmal für die Opfer des NSU, Hauptbahnhof Dortmund,
Nordausgang

Weitere Veranstaltungen findet ihr hier

Zur Website Tag der Solidarität

Gedenken zu Buraks Geburtstag / Burak’ın doğum günü anısına

Gedenken zu Buraks Geburtstag / Burak'ın doğum günü anısına

Sonntag, 14. Februar 2015 um 14 Uhr
an der Todesstelle Rudower Straße 48 (gegenüber Vivantes Klinikum Neukölln)

Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.

Am Sonntag, den 14.2. wäre Burak Bektas 26 Jahre alt geworden.

Bis heute wurde der Mord nicht aufgeklärt, es gibt keinerlei
Ermittlungsergebnisse.
Wir sind traurig und wir sind wütend!

Am Tag seines Geburtstag werden wir alle - Freundinnen und Freunde,
Familie und Unterstützende - an die Stelle gehen, wo dieser unfassbare
Mord stattgefunden hat. Wir bringen Blumen und werden zeigen, dass Burak
unvergessen bleibt.

Wir sind nicht bereit zu schweigen und wegzuschauen!
Wir sind nicht bereit hinzunehmen, dass der Mord an Burak unaufgeklärt
bleibt!
Wir fordern neue Ermittlungen!

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İnsan asıl unutulduğu zaman ölür.

Eğer yaşasaydı Burak Bektaş Şubat ayının 14'ü pazar günü 26 yaşına
girecekti.

Bugüne kadar olay aydınlatılamadı. Formalite soruşturmalardanda hiç bir
sonuç çıkmadı. Çok üzgünüz ve çok öfkeliyiz.

Burak Bektaş'ın doğum gününde, öldürüldüğü olay yerinde ailesi,
arkadaşları ve olayın aydınlatılmasını isteyen gönüllüler olarak onu
unutmadığımızı göstermek için toplanacağız.

Burak' ı unutmayacağız ve sessiz kalmayacağız.Bu cinayetin faili meçhul
kalmasına kesinlikle müsamaha göstermeyeceğiz.

Yeni bir soruşturma açılmasını istiyoruz.

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http://burak.blogsport.de/
http://www.facebook.com/Burak.unvergessen

Gedenkveranstaltungen zum 20. Jahrestag des Brandanschlags von Lübeck

Im Gedenken an den 20. Jahrestag des Brandanschlags von Lübeck findet eine Reihe von Veranstaltungen statt, auf die wir gerne hinweisen möchten:

20 Jahre Lübecker Brandanschlag – Was geschah am 18.01.1996?
DIENSTAG, 5. JANUAR 2016
LÜBECK, SOLIDARITÄTSZENTRUM
Willy-Brandt-Allee 11, 23554 Lübeck
Beginn: 18.00 Uhr; Vortrag: 19.00 Uhr

Vor 20 Jahren wurde in Lübeck ein rassistischer Brandanschlag auf die Asylunterkunft in der Hafenstraße 52 verübt. Zehn Menschen starben in den Flammen. Die Gründung des Lübecker Flüchtlingsforums war direkte Folge dieses Anschlags. Für einige von uns ist dieses Datum daher auch Teil ihrer persönlichen und politischen Geschichte. Wir beginnen um 18 Uhr mit leckerem Essen. Ab 19 Uhr beginnen wir dann mit einem Input und der folgenden Diskussion.

Wir wollen erzählen und Gelegenheit zum Fragen geben:

  • Was geschah am 18.1.1996 ?
  • Wie erging es den Überlebenden ?
  • Warum wurde ein Hausbewohner beschuldigt, den Brand gelegt zu haben?
  • Warum wurde nie ein Prozess gegen die Neonazis geführt, die in der Nähe des Tatorts festgenommen worden waren?
  • Welche Konsequenzen wurden in Lübeck für die Unterbringung und den Umgang mit Geflüchteten gezogen?
  • Was war vor 20 Jahren anders? Was ist (wieder) genauso?

 

 

Demo »Refugees Welcome«
SAMSTAG, 16. JANUAR 2016
LÜBECK, HAUPTBAHNHOF
Konrad-Adenauer-Straße
Beginn: 10.00 Uhr
Abfahrt in HH mit dem Zug: 09.04 Uhr

Gedenken Hafenstraße 96
MONTAG, 18. JANUAR 2016
LÜBECK, HAFENSTRASSE
Ecke Hafenstrasse / Konstinstrasse Lübeck
Beginn: 18.00 Uhr
Abfahrt in HH mit dem Zug 16:34 Uhr

MEHR INFORMATIONEN ZU DEN VERANSTALTUNGEN UND HINTERGRÜNDEN FINDET IHR HIER.

Ein besonderer Dank für die Möllner Rede im Exil – jetzt Online

Wir möchten uns ganz herzlich bei Argyris Sfountouris für die bewegende, besondere und sehr inspirierende Möllner Rede im Exil bedanken.

Wer am 7. November 2015 nicht im Foyer des Theaters Bremen sein konnte oder wer den Inhalt der Rede von Argyris Sfountouris und den Beitrag von Ibrahim Arslan noch einmal nachhören möchte, kann das jetzt hier machen.