Einladung – Davetiye: Gedenken an Halit Yozgat

Die Ermordung von Halit Yozgat jährt sich dieses Jahr zum 10. Mal. Er wurde am 6. April 2006 in Kassel erschossen. Unsere Solidarität und unser Mitgefühl gilt Familie Yozgat und ihren Freund*innen. Wir leiten die Einladung der Familie weiter:

Sehr geehrte Freunde und Freundinnen,
unser Sohn Halit wurde im Alter von 21 Jahren durch Kugeln von Nazis ermordet. 
Schweigt nicht. Vergesst nicht. Diese Sache ist unser aller Sache.
 Lasst uns an Halits Todestag treffen und dafür stehen: Wir wollen kein nächstes Opfer!

06.04.2016
15:30 Uhr
Halit-Platz in 34127 Kassel (gegenüber Philipp-Scheidemann-Haus)


Değerli Dostlar,
Oğlumuz Halit 21 yaşında Nazi kurșunlarıyla öldürüldü.
Susmayın. Unutmayın. Bu dava hepimizin davası. „Naziler bir daha insan öldürmesin“ demek için Halit’in ölüm yıl dönümünde buluşalım.

Tarih: 06.04.2016
Saat: 15:30
Yer: Halit-Platz, 34127 Kassel
(Philipp-Scheidemann-Haus’un karşısı)

Zur Initiative 6. April

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Aufruf zum 4. Tag der Solidarität – Gedenken an die Opfer des NSU-Terrors

Vor zehn Jahren wurde Mehmet Kubaşık von der rassistischen Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund ermordet. Der NSU ist nach bisherigem Kenntnisstand für zehn Morde, zwei Anschläge in Köln und mehrere Banküberfälle verantwortlich.

Seit dem Auffliegen des NSU gibt es in den Medien eine starke Fokussierung auf drei der bisher bekannten Täter/innen. Es werden unzählige Reportagen über die Gruppe produziert – ein Interesse an den Opfern vermissen wir jedoch. Nicht die rassistische Terrorgruppe NSU, sondern deren Opfer und Angehörige gehören in den Vordergrund. Wir wollen aber nicht nur gedenken. Wir fordern auch politisches Handeln.

Nach den Mordanschlägen des NSU ermittelte die Polizei zunächst nur gegen die Familien und Angehörigen der Opfer. Sie vernachlässigte dabei systematisch die Suche nach rassistischen Tatmotiven und Täter/innen, obwohl diese für viele Hinterbliebenen offensichtlich waren. Es hätten weitere Morde verhindert werden können, wenn die Ermittlungsbehörden den Hinterbliebenen zugehört, anstatt auf rassistische Weise die migrantische Community kriminalisiert hätten. Wir fordern daher, dass institutioneller Rassismus, zum Beispiel in Form von Racial Profiling, bei Justiz, Polizei, und Gesellschaft als solcher benannt und konsequent bekämpft wird.

Eine weitere Konsequenz nach dem Auffliegen des NSU muss die Abschaffung des Verfassungsschutzes und seines V-Mann-Systems sein. Durch dieses System wurden und werden rechte, rassistische Strukturen wie der NSU aufgebaut, gefördert und gedeckt. Anstatt dieses System und seine mörderischen Konsequenzen zu hinterfragen, stehen dem Verfassungsschutz mittlerweile erweiterte Kompetenzen und finanzielle Mittel zur Verfügung. Wer wird durch diese Politik geschützt? Welche rassistischen Netzwerke werden noch durch staatliche Gelder gefördert?

Mit dem „Tag der Solidarität“ betonen wir, dass es sich nicht um ein Trio handelt, sondern der NSU vielmehr als weitreichendes Netzwerk verstanden werden muss. Schließlich ist die Frage “Wo bleiben die Konsequenzen?” ein Aufruf zu einem Gerichtsprozess, der tatsächlich aufarbeitet und aufklärt und in dem nicht nur die Tatbeteiligung eines kleinen Kreises verhandelt wird, sondern dieses gesamten Netzwerks. Wir unterstützen die Forderungen der Angehörigen nach umfassender Aufklärung und Gerechtigkeit.

Veranstaltungen
4.April 2016 um 17:30 Uhr
Demonstration und Kundgebung
•    Beginn der Demo: Mallinckrodtstr. 190, 44147 Dortmund
•    Kundgebung am Mahnmal für die Opfer des NSU, Hauptbahnhof Dortmund,
Nordausgang

Weitere Veranstaltungen findet ihr hier

Zur Website Tag der Solidarität

Gedenken zu Buraks Geburtstag / Burak’ın doğum günü anısına

Gedenken zu Buraks Geburtstag / Burak'ın doğum günü anısına

Sonntag, 14. Februar 2015 um 14 Uhr
an der Todesstelle Rudower Straße 48 (gegenüber Vivantes Klinikum Neukölln)

Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.

Am Sonntag, den 14.2. wäre Burak Bektas 26 Jahre alt geworden.

Bis heute wurde der Mord nicht aufgeklärt, es gibt keinerlei
Ermittlungsergebnisse.
Wir sind traurig und wir sind wütend!

Am Tag seines Geburtstag werden wir alle - Freundinnen und Freunde,
Familie und Unterstützende - an die Stelle gehen, wo dieser unfassbare
Mord stattgefunden hat. Wir bringen Blumen und werden zeigen, dass Burak
unvergessen bleibt.

Wir sind nicht bereit zu schweigen und wegzuschauen!
Wir sind nicht bereit hinzunehmen, dass der Mord an Burak unaufgeklärt
bleibt!
Wir fordern neue Ermittlungen!

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İnsan asıl unutulduğu zaman ölür.

Eğer yaşasaydı Burak Bektaş Şubat ayının 14'ü pazar günü 26 yaşına
girecekti.

Bugüne kadar olay aydınlatılamadı. Formalite soruşturmalardanda hiç bir
sonuç çıkmadı. Çok üzgünüz ve çok öfkeliyiz.

Burak Bektaş'ın doğum gününde, öldürüldüğü olay yerinde ailesi,
arkadaşları ve olayın aydınlatılmasını isteyen gönüllüler olarak onu
unutmadığımızı göstermek için toplanacağız.

Burak' ı unutmayacağız ve sessiz kalmayacağız.Bu cinayetin faili meçhul
kalmasına kesinlikle müsamaha göstermeyeceğiz.

Yeni bir soruşturma açılmasını istiyoruz.

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http://burak.blogsport.de/
http://www.facebook.com/Burak.unvergessen

Gedenkveranstaltungen zum 20. Jahrestag des Brandanschlags von Lübeck

Im Gedenken an den 20. Jahrestag des Brandanschlags von Lübeck findet eine Reihe von Veranstaltungen statt, auf die wir gerne hinweisen möchten:

20 Jahre Lübecker Brandanschlag – Was geschah am 18.01.1996?
DIENSTAG, 5. JANUAR 2016
LÜBECK, SOLIDARITÄTSZENTRUM
Willy-Brandt-Allee 11, 23554 Lübeck
Beginn: 18.00 Uhr; Vortrag: 19.00 Uhr

Vor 20 Jahren wurde in Lübeck ein rassistischer Brandanschlag auf die Asylunterkunft in der Hafenstraße 52 verübt. Zehn Menschen starben in den Flammen. Die Gründung des Lübecker Flüchtlingsforums war direkte Folge dieses Anschlags. Für einige von uns ist dieses Datum daher auch Teil ihrer persönlichen und politischen Geschichte. Wir beginnen um 18 Uhr mit leckerem Essen. Ab 19 Uhr beginnen wir dann mit einem Input und der folgenden Diskussion.

Wir wollen erzählen und Gelegenheit zum Fragen geben:

  • Was geschah am 18.1.1996 ?
  • Wie erging es den Überlebenden ?
  • Warum wurde ein Hausbewohner beschuldigt, den Brand gelegt zu haben?
  • Warum wurde nie ein Prozess gegen die Neonazis geführt, die in der Nähe des Tatorts festgenommen worden waren?
  • Welche Konsequenzen wurden in Lübeck für die Unterbringung und den Umgang mit Geflüchteten gezogen?
  • Was war vor 20 Jahren anders? Was ist (wieder) genauso?

 

 

Demo »Refugees Welcome«
SAMSTAG, 16. JANUAR 2016
LÜBECK, HAUPTBAHNHOF
Konrad-Adenauer-Straße
Beginn: 10.00 Uhr
Abfahrt in HH mit dem Zug: 09.04 Uhr

Gedenken Hafenstraße 96
MONTAG, 18. JANUAR 2016
LÜBECK, HAFENSTRASSE
Ecke Hafenstrasse / Konstinstrasse Lübeck
Beginn: 18.00 Uhr
Abfahrt in HH mit dem Zug 16:34 Uhr

MEHR INFORMATIONEN ZU DEN VERANSTALTUNGEN UND HINTERGRÜNDEN FINDET IHR HIER.

Ein besonderer Dank für die Möllner Rede im Exil – jetzt Online

Wir möchten uns ganz herzlich bei Argyris Sfountouris für die bewegende, besondere und sehr inspirierende Möllner Rede im Exil bedanken.

Wer am 7. November 2015 nicht im Foyer des Theaters Bremen sein konnte oder wer den Inhalt der Rede von Argyris Sfountouris und den Beitrag von Ibrahim Arslan noch einmal nachhören möchte, kann das jetzt hier machen.

Möllner Rede im Exil

Die Möllner Rede im Exil wird in diesem Jahr Argyris Sfountouris halten, der das SS-Massaker im griechischen Distomo am 10. Juni 1944 überlebt hat. Er war dreieinhalb Jahre alt, als seine Eltern und dreißig seiner Familienangehörigen ermordet wurden. Als NS-Verfolgter kämpft er bis heute um Anerkennung und Entschädigung und versucht seine Geschichte durch juristische und politische Arbeit vor dem Vergessen zu bewahren. Seiner Meinung nach „muss sich die deutsche Politik mit den Opfern als Menschen beschäftigen. Wir sind kein Abstraktum.“ Mehr Hintergründe zu den Auseinandersetzungen sind hier zu finden.

Die Möllner Rede ist eine kritische Bestandsaufnahme zum gesellschaftlichen Rassismus, Neonazismus und Umgang mit Gedenken. Es gibt sie seit 2009. Seit 2013 wird sie im Exil gehalten, weil sie von offizieller Seite „nicht mehr am Jahrestag als Bestandteil des offiziellen Programms durchgeführt werden soll.“ Die Möllner Rede im Exil zeigt, wie umkämpft Erinnern ist und warum es immer wieder darum geht, das Erinnern zu erkämpfen.

Ibrahim Arslan, Überlebender des rassistischen Brandanschlags von Mölln 1992, sagt dazu: „Ich bin der Meinung, dass auch im Exil gute Reden gehalten werden können.“ Deswegen wählen wir in anderen Städten einen angemessenen Veranstaltungsort, denn Mölln ist überall.

Wir laden dieses Jahr nach Bremen ein:

Samstag, 7. November 2015
Möllner Rede im Exil

Es sprechen:
Argyris Sfountouris,
Überlebender des SS-Massakers im griechischen Distomo vom 10. Juni 1944
und
Angehörige der Familie Arslan

Ort: Foyer im Theater Bremen
Beginn: 16.00 Uhr
Anschrift: Goetheplatz 1-3, 28203 Bremen

Remembrance activities for the 23. anniversary of the racist arson attacks of Mölln 1992

anıları canlı tutma mücadelesi
das erinnern erkämpfen
reclaim and remember
Αγώνας εις Μνήμη

Remembrance is also a remembering of violence. It makes violent structures visible. Structures, which are engraved in this society and allow verbal aggression, pogroms and murder to continue. Right-wing, racist and neo-Nazi structures. Structures of then. Structures of today.

The family home of the Arslan’s was set on fire with molotov cocktails by neo-fascists on November 23, 1992. During the attack, 10 year old Yeliz Arslan, 14 year old Ayşe Yilmaz and 51 year old Bahide Arslan were murdered. Other family members were badly injured. The neo-Nazis had previously committed an arson attack in the Ratzeburger Street 13, where also people of Turkish origin lived. Nine of them were heavily injured.

Right-wing hate campaigns, attacks on planned and existing refugee accommodations and their inhabitants have become an everyday phenomenon again in 2015. Relatives of those who were killed and survivors of racist and neo-Nazi violence name this daily racism. They describe openly how they are doing, then and today. They are making their voices heard and demanding answers.

Solidarity means to meet the affected people, in their environment, on equal terms. In a careful exchange. With open ears and wide hearts. There are many experiences and stories. Many injuries. Many wishes and needs. Many perspectives. It is important to hear them. To bring them together out of their isolation. To link them up. And through this challenge politics of remembrance as a collective in diversity.

These events are to reclaim remembrance – of what happened, of the forgotten, of the silenced, of things swept under the carpet, of the origins and the consequences, of the before and the thereafter. Those demands are still current.

There is still a lot to do.

The “Freundeskreis im Gedenken an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992“ consists of members and friends of the Arslan family and individuals of different anti-fascist and anti-racist groups.

Remembrance activities:

Saturday, November 7, 2015
„Mölln Speech in Exil“
Speaking:
Argyris Sfountouris
survivor of the SS-massacre in the Greek village of Distomo on June 10, 1944
and
members of family Arslan
Place: Foyer in the Theatre of Bremen
Beginning: 16.00 Uhr
Address: Goetheplatz 1-3, 28203 Bremen

Monday, November 23, 2015
„Reclaim and Remember“
Open remembrance of Bahide and Yeliz Arslan and Ayşe Yilmaz
Place: in front of the Bahide-Arslan-House
Beginning: 15.00
End: 19.00
Address: Mühlenstraße 9, Mölln

Friday, November 27, 2015
„Reclaim and Remember“
Remembrance concert for those affected by racist and neo-Nazi violence
with Neonschwarz; The Future is still Unwritten; Onejiru, Melanie Wharton and Chassy Wezar; Schwarz auf Weiss
Place: Schlachthof, Bremen
Beginning: 20.00
Address: Findorffstr. 51, 28215 Bremen

for further mobilisation events see:
https://gedenkenmoelln1992.wordpress.com/

Gedenkveranstaltungen zum 23. Jahrestag der rassistischen Brandanschläge von Mölln 1992

anıları canlı tutma mücadelesi
das erinnern erkämpfen
reclaim and remember
Αγώνας εις Μνήμη

Gedenken ist immer auch ein Erinnern an Gewalt. Und es macht gewalttätige Strukturen sichtbar. Strukturen, die diese Gesellschaft prägen, Hetzreden und Pogrome und Morde ermöglichen. Rechte, rassistische und neonazistische Strukturen. Strukturen von Damals. Strukturen von Heute.

Das Haus der Familie Arslan wurde am 23.11.1992 von neofaschistischen Tätern mit Molotow-Cocktails angezündet. Bei dem Anschlag wurden die 10jährige Yeliz Arslan, die 14jährige  Ayşe Yilmaz und die 51jährige Bahide Arslan ermordet. Weitere Familienmitglieder wurden teilweise sehr schwer verletzt.  Zuvor hatten die Neonazis bereits einen Brandanschlag auf die Ratzeburger Straße 13 verübt, wo ebenfalls Menschen türkischer Herkunft wohnten. Neun von ihnen erlitten schwere Verletzungen.

Rechte Hetze und Angriffe, Anschläge auf geplante und bestehende Flüchtlingsunterkünfte und deren Bewohnerinnen sind 2015 wieder alltäglich geworden. Angehörige der Ermordeten und Überlebende rassistischer und neonazistischer Gewalt benennen diesen alltäglichen Rassismus. Schildern manchmal offen, wie es ihnen tatsächlich geht. Damals und Heute. Verschaffen sich Gehör. Fordern Antworten.

Deswegen bedeutet Solidarität den Betroffenen zu begegnen. In ihrem Alltag. Auf Augenhöhe. Auf Austausch bedacht. Mit offenen Ohren. Und weitem Herzen. Es gibt nicht den oder die Betroffene. Es gibt viele Erfahrungen und Geschichten. Viele Verletzungen. Viele Wünsche und Bedürfnisse. Viele Perspektiven. Sie gilt es zu hören. Aus der Vereinzelung zusammenzubringen. Zu vernetzen. Und so Erinnerungspolitiken herauszufordern. Als Kollektiv in der Vielfalt.

Die Erinnerung überhaupt zu erkämpfen – an das Geschehene, an das Vergessene, an das Verschwiegene, an das unter den Teppich Gekehrte, an die Ursachen und die Folgen, an das Davor und das Danach. Diese Forderungen sind nach wie vor aktuell.

Es gibt noch viel zu tun.

Der „Freundeskreis im Gedenken an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992“
besteht aus Mitgliedern und Freund*innen der Familie Arslan und Einzelpersonen verschiedener anti-faschistischer und anti-rassistischer Gruppen.

Gedenkveranstaltungen:

Samstag, 7. November 2015
„Möllner Rede im Exil“
Es sprechen:
Argyris Sfountouris
Überlebender des SS-Massakers im griechischen Distomo vom 10. Juni 1944
und
Angehörige der Familie Arslan
Ort: Foyer im Theater Bremen
Beginn: 16.00 Uhr
Anschrift:  Goetheplatz 1-3, 28203 Bremen

Montag, 23. November 2015
„Reclaim and Remember“
Offenes Gedenken an Bahide und Yeliz Arslan und Ayşe Yilmaz
Ort: vor dem Bahide-Arslan-Haus
Beginn: 15.00
Ende: 19.00 Uhr
Anschrift: Mühlenstraße 9, Mölln

Freitag, 27. November 2015
„Reclaim and Remember“
Gedenkkonzert für die Betroffenen rassistischer und neonazistischer Gewalt
mit Neonschwarz; Refpolk, Daisy Chain, Miss Zebra, Kronstadt und DJ KaiKani; Onejiru, Melanie Wharton und Chassy Wezar
Ort: Schlachthof, Bremen
Beginn: 20.00
Anschrift: Findorffstr. 51, 28215 Bremen

Mölln’deki ırkçı kundaklamanın 23. yıl dönümü

anıları canlı tutma mücadelesi
das erinnern erkämpfen
reclaim and remember
Αγώνας εις Μνήμη

Anmak aynı zamanda şiddeti hatırlamaktır. Ve bu, şiddet yapılarını görünür kılar. Bu toplumu şekillendiren, kışkırtıcı konuşmaları, pogromları ve cinayetleri mümkün kılan yapıları. Sağ, ırkçı, ve Neonazi yapılarını. Geçmişin yapılarını. Bugünün yapılarını.

Arslan ailesinin evi 23.11.1992’de Neofaşistler tarafından Molotof kokteyli atılarak kundaklandı. Bu saldırıda 10 yaşındaki Yeliz Arslan, 14 yaşındaki Ayşe Yılmaz ve 51 yaşındaki Bahide Arslan öldürüldü. Başka aile üyeleri kısmen ağır biçimde yaralandı. Neonaziler daha önce Ratzeberger Straße 13 adresinde yine Türklerin oturduğu bir evi ateşe vermişlerdi. Ev sakinlerinden dokuzu ağır yaralanmıştı.

Sağ kışkırtma, mevcut ve planlanmış mülteci yurtlarına ve mültecilere yapılan saldırılar 2015’te yine günlük olay haline geldi. Irkçı ve Neonazi saldırılarının kurbanları ve bu saldırılardan kurtulanlar bunu günlük ırkçılık olarak tanımlıyorlar. Bazen durumlarının nasıl olduğunu açıkça anlatıyorlar. O zaman ve şimdi. Kendilerini ifade edecek ortam yaratıp cevap talep ediyorlar.

Onun için dayanışma demek mağdurlarla bir araya gelmektir. Günlük hayatta, eşit düzeyde. Fikir alış verişi niyetiyle, dinleme iteği ve açık yüreklilikle. Kalıplaşmış bir mağdur yok. Birçok deneyim ve öykü var. Çok yaralanma var. Çok istek ve ihtiyaç. Çok bakış açısı. Bunlar dinlenmeli. Yalnızlıktan çıkarıp bir araya getirmeli ve ağlar oluşturmalı. Bununla anma, hatırlama yaklaşımları yaratmak için. Farklı biçimlerde hep beraber.
Anıları canlı tutma mücadelesi – yapılanı, unutulanı, susulanı, hasır altı edileni, nedenlerini ve sonuçlarını, öncesini ve sonrasını. Bu talepler dün olduğu gibi bugün de güncel.
Yapılacak çok şey var.

“1992 yılında Mölln’deki ırkçı kundaklamayı anmak için arkadaş çevresi”, Arslan ailesi, ailenin dostları ile farklı antifaşist ve antiırkçı grup üyesi bireylerden oluşmaktadır.

Anma toplantıları:
7 Kasım 2015, Cumartesi günü
“Möllner Rede im Exil”
Konuşmacılar:
10 Haziran 1944 yılında yunan köyü Distamo’daki SS katliamından kurtulan Argyris Sfountouris
ve
Arslan ailesi üyeleri
Yer: Bremen Tiyatrosu fuayesi
Başlama saati: 16:00
Adres: Goetheplatz 1-3, 28203 Bremen

23 Kasım 2015, Pazartesi günü
“Reclaim and Remember”
Bahide ve Yeliz Arslan ile Ayşe Yılmaz için herkese açık anma
Yer: Bahide Arslan Evi’nin önü
Başlama saati: 15:00
Bitiş saati: 19:00
Adres: Mühlenstraße 9, Mölln

27 Kasım 2015, Cuma günü
„Reclaim and Remember“
Irkçı ve Neonazi saldırlarının kurbanlarıyla dayanışma konseri. Katılanlar: Neonschwarz; Refpolk, Daisy Chain, Miss Zebra, Kronstadt ve DJ KaiKani; Onejiru, Melanie Wharton ile Chassy Wezar
Yer: Schlachthof, Bremen
Başlama saati: 20:00
Adres: Findorffstr. 51, 28215 Bremen